ZuckerBär: Wolff appeliert an Verwaltung

In Reaktion auf das Schreiben des Bürgervereins vom 19. März wandte sich Jürgen Wolff in einem Brief an den Baureferenten der Stadt Nürnberg Wolfgang Baumann. “Mehrere Anträge und Behandlungen in den entsprechenden Ausschüssen des Nürnberger Stadtrates führten zu keinem positiven Ergebnis.” konstatiert Wolff. “Die wirtschaftlichen, rechtlichen und persönlichen Zustände, auch die angestrebte Zwangsversteigerung im Jahre 2007, führten überhaupt nicht zu Lösungen, die für den Stadtteil akzeptabel und die Erhaltung der historischen Bausubstanz der Villa sichern konnten.”

Wolff forderte Baumann auf ” mit allen denkbaren Mitteln und Maßnahmen” den weiteren Verfall der Neurenaissance-Villa zu stoppen.

Kein Platz für Ewig-Gestrige!

Die NPD mobilisiert derzeit bundesweit zu einer rechtsradikalen Demo am 1. Mai in Nürnberg, die beginnend an der U-Bahnhaltestelle Herrnhütte über die Äußere Bayreuther Straße, Welserstraße und Sulzbacher Straße zum Rathenauplatz ziehen soll. Die Polizei erwartet, dass dem Aufruf der NPD rund 1000 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet folgen.

Dem Beschluss der letzten Jahreshauptversammlung folgend, in Zukunft gegen rechtsradikale Versuche das demokratische und tolerante Miteinander zu stören Stellung zu beziehen (wir berichteten), macht der Bürgerverein St. Leonhard / Schweinau an dieser Stelle ausdrücklich auf die entsprechenden Protest- und Gegenveranstaltungen aufmerksam. Das demokratische Spektrum unter Oberbürgermeister Ulrich Maly, dem Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde Arno Hamburger und der Vorsitzender der DGB-Mittelfranken Stephan Doll rufen unter dem Motto <<Gemeinsam gegen Rechtsradikale>> um 13:40 Uhr am Hans-Sachs-Platz zur Gegenkundgebung auf. Auch traditionellen Kundgebungen des DGB und die revolutionäre 1.Mai-Demo in Gostenhof haben angekündigt sich den Anti-Neonazi-Protesten anzuschließen.
Siehe auch: Vorbericht in den NN

Jetzt endgültig: U3 kommt am 14. Juni

Stadt und VAG haben den 14. Juni 2008 nach jahrelangen Verzögerungen als Eröffnungstag der U-Bahnlinie 3 bestätigt. Erinnert sei an die heutige Infoveranstaltung des Bürgerverein St. Leonhard / Schweinau zum Thema.

In Kooperation mit der VAG läd der Bürgerverein am 22. April um 17 Uhr in den künftigen U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße, wozu alle interessierten Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fragen herzlich eingeladen sind.

Mehr zum Thema automatisierte U-Bahn auf den entsprechenden Seiten der VAG unter:
·    http://rubin-nuernberg.de/

“Kräftig zugelegt”: Plagende Probleme?

Lobend in der Presse erwähnt (“Kräftig zugelegt”, Stadtanzeiger Süd vom 5. März 2008) wurden vor kurzem die Bürgervereine Jobst-Erlenstegen, Nürnberger Westen und Worzeldorf, die ihre Mitgliederzahlen enorm steigern konnten. An einem Beispiel wird auch aufgeführt, worauf der Erfolg zurückzuführen ist. Darüber freuen wir uns: Herzlichen Glückwunsch an die Kolleginnen und Kollegen!

Weniger erfreut sind wir über die folgende lapidare Feststellung, dass unseren Bürgerverein “Probleme plagen…” wie auch die Bürgervereine Gostenhof und Nürnberg-Süd. Welcher Art diese Probleme sind und welche Ursachen diese dann haben, erfährt der gemeine Leser leider nicht und verbleibt in mit der groben Erkenntnis, dass uns eben “Probleme plagen…”. Aus diesem Grund werten wir diesen Bericht denn auch als einen kleinen Tritt gegen’s Schienbein.

Tatsächlich ist es so, dass der Bürgerverein St.Leonhard/Schweinau e.V. tatsächlich zu kämpfen hat. Wie auch die betreffenden Stadtteile selbst ist er nicht vom Leben verwöhnt, und dafür kämpft er nicht schlecht! So hat unsere Sozialraumanayse 2006 große Aufmerksamkeit gefunden hat und die Aktivitäten zur “Sozialen Stadt” befördert. Die Gründung der “AG Bauen und Umwelt” interessiert selbst den Oberbürgermeister, unser Anstoß zur Aufwertung der “Alten Allee” ist inzwischen auf fruchtbaren Boden gefallen, und einige neue Mitglieder konnten wir auch gewinnen.

Mit manchem sind wir selbstredend nicht zufrieden: dass es noch nicht gelungen ist, mehr Mitglieder mit Migrationshintergrund für den Bürgerverein zu gewinnen, dass wir gerne mehr Aktive hätten, dass der Tag manchmal zu kurz ist… Aber daran arbeiten wir!

JHV: Mehr ausländische Mitbürger gewinnen

Montag abend den 7. April 2008 lud der Bürgerverein zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in das alte Schweinauer Rathaus. Der 1. Vorsitzende Norbert Höynck konnte in seinem Rechenschaftsbericht zahlreiche wie vielfältige Tätigkeiten des Bürgervereins im Jahr 2007 nochmals Revue passieren lassen, darunter die neu-initiierte AG Bauen + Umwelt und die Einrichtung einer Vereinshomepage (http://bv-leonhard-schweinau.de).Auch die folgenden einstimmigen Wahlen (unter Enthaltung der jeweiligen Kandidaten) strafte die im Vorfeld kursierenden Unkenrufe der AGBV Lügen. Als 1. Vorsitzender wurde Norbert Höynck bestätigt, als 2. Vorsitzender wurde der Schweinauer Polizei-Oberamtsrat Gerhard Schmidt gewählt. Christine Gaberdan wurde als Kassierin bestätigt, nachdem ihr zuvor durch die Kassenprüfer einwandfreie Arbeit attestiert worden war. Neu im geschäftsführenden Vorstand ist auch Felix Geismann als Schriftführer.

In den Beirat gewählt wurden: Lony Dappert, Helmut Haseneder, Anton Kromer, Victor Strogies und Ismail Akpinar.

Anschließend wurde ein Antrag gegen Rechte-Entwicklungen im Stadtteil diskutiert und einstimmig mit dem Ziel verabschiedet, fortan wo nötig entschieden Stellung gegen die Zerstörung demokratischen und toleranten Miteinanders zu beziehen. In diesem Zusammenhang wurde auch klar als Ziel erklärt, mehr ausländische Mitbürger als Mitstreiter für den Bürgerverein zu gewinnen.

Stadtrats-SPD: ZuckerBär-Rettung als Chance für das Quartier

Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Gebhard Schönfelder hat mit einem Brief auf unserer Stellungnahme in Sachen ZuckerBär reagiert und erläuterte, dass man sich vom Antrag an die Verwaltung “rechtliche Hinweise über Besitz- und Planungsrechte” erhoffe und eruieren möchte, “welche Chancen für die Stadt bestehen, in laufende Verfahren einzugreifen.”. Ergänzend zum Antrag möchte man die Verwaltung darum bitten, “Sofortmaßnahmen zur Sicherung des Geländes im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten anzuordnen.”

Ferner betont Gebhard Schönfelder, dass “eine Rettung der Zuckerbär-Villa” auch im Interesse der SPD-Fraktion liege und dem Quartier neue Chancen eröffnen würde.

Wir meinen: Klingt gut – mögen den Worten Taten folgen.

ZuckerBär-Villa: Stellungnahme des Bürgervereins online

Die SPD-Stadtratsfraktion stellte in Sachen ZuckerBär einen Antrag (wir berichteten). Hierzu nahm der Bürgerverein St. Leonhard / Schweinau e. V. in einem Schreiben an den Oberbürgermeister und die Stadtratsfraktionen Stellung.

Das Schreiben wurde an den Oberbürgermeister und die demokratischen Fraktionen adressiert und kann ab sofort in der Rubrik “Materialien” unter “Zur Sache” online abgerufen werden.

Elisenstraße 17: Es tut sich was

Wie berichtet (siehe Schandfleck-Aktion) verkam das Grundstück über die Jahre zur gefährlichen und unansehnlichen Müllkippe. Richtig und wichtig, dass die Stadt den Eigentümer für die Vernichtung des Baudenkmals nicht gleich mit einer reibungslosen Neubebauung entlohnt. Doch nun nach Jahren scheint man sich doch zu einem seltsamen Entgegenkommen entschlossen zu haben: Das Grundstück wird begradigt, für den Eigentümer damit vorteilhafter für eine Neubebauung.

Doch dieser Ankauf der Stadt hat auch zur Folge, dass die an dieser Stelle verengte Elisenstraße wieder verbreitert werden kann. Zu befürchten ist nun eine höhere Verkehrsbelastung. Wir werden die Entwicklungen im Auge behalten und hoffen auf besonnenes Handeln der Stadt.

Zucker-Bär: Stellungnahme der AG Bauen + Umwelt

Die SPD-Stadtratsfraktion hat einen Antrag in Sachen ZuckerBär gestellt. Wir als AG Bauen + Umwelt freuen uns über das Interesse am Zuckerbär – Areal, bitten jedoch eindringlich, auf eine sensible Lösung hinzuwirken!

Dies gilt zum einen hinsichtlich des noch vorhandenen, historischen Gebäudebestandes: Für unsere Stadtteile, die nach der fast vollständigen Zerstörung des Industriekulturpfades 2 (zu dem auch der ZuckerBär gehört) als Wahrzeichen kaum mehr als die Rauchgasanlage der Müllverbrennung vorzuweisen haben, ist die Zerstörung derartig bedeutender Bauwerke ein ganz besonderer Verlust.
Dies gilt jedoch auch hinsichtlich zukünftiger Nutzungskonzepte. Die Effekte die von einer entsprechenden Projektentwicklung für den Stadtteil entstehen, sind enorm groß – Wir benötigen hier keinen neuen Discounter und kein sonstiges Gewerbe!

Wir verstehen unsere AG als Bürgerbeteilung im Zusammenhang der Sozialen Stadt und bitten die Stadt daher uns in diese Entscheidungsfindungsprozesse einzubinden und hinsichtlich relevanter Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.
Zunächst wäre als vordringlich wichtig anzusehen, dass Gefahren für Mensch und Gebäude abgewendet werden, indem das Grundstück und der noch nicht verfallene Baubestand zunächst geschützt werden. Anschließend sollte die Stadt Nürnberg das bedeutende Objekt erwerben und öffentlichen Nutzungen zuführen.

AG Bauen + Umwelt im Bürgerverein St. Leonhard / Schweinau e. V.

Knallroter Lagerklotz

Das knallrote Lagerhaus an der Schweinauer Haupstraße ist fertiggestellt und schreit die Ignoranz der Stadt plakativ in den Stadtteil hinaus.

Von Anfang an setzte sich der Bürgerverein entschieden gegen die Lagerhaus-Pläne in dieser Form und an dieser Stelle ein: Leser unseres Bürgerbriefes 1/07 (siehe Archiv) erinnern sich sicher an die Auskunft des Oberbürgermeisters, dass sich dieses Monstrum in seinen Ausmaßen gut in die Umgebung einfüge, die Zufahrt über die Schweinauer Hauptstraße nur stark untergeordneten Charakter haben würde und nur von rechts befahren werden dürfe.

Von der Wirklichkeit kann sich nun jeder 24 Stunden am Tag vor Ort sein eigenes Bild machen (so lange hat der Klotz übrigens auch an 365 Tagen im Jahr geöffnet): Der knallrote Klotz überschreit nicht nur die umliegenden Wohngebäude (die der Oberbürgermeister übrigens nicht als Nachbargebäude vom Bauvorhaben betroffen sehen wollte) sondern selbst den seinerseits nicht gerade niedrigen Cebal-Verwaltungsbau. Alle Werbeflyer des Unternehmens nennen ausschließlich die Zufahrt Schweinauer Hauptstraße, selbstverständlich führt das Gebäude auch eine Hausnummer eben dieser Straße.