Stadtteilchronik 1981 – 1984

1981

Die Gründung
Der Bürgerverein St. Leonhard/Schweinau wird am 17. März gegründet. Als Vorsitzende fungieren Gerhard Lindner und Ludwig Späte. Schatzmeister wird Heinz Dvorka, Schriftführer Heinz Speyerer.

Waldaustraße – Bürger sollen zahlen
Die Grünanlage an der Waldaustraße (Kosten: dreiviertel Millionen Mark) sollen die Anwohner mittragen. Der Bürgerverein verhindert das.

Auf ins Leonhards-Gärtla
Das Leonhards-Gärtla beim KuRo wird mit einer mehrtägigen Feier seiner Bestimmung übergeben. Auch der OB Dr. Andreas Urschlechter schaut sich um.

1982

Erste Arbeitskreissitzungen
Die erste Sitzung des vom Amt für Wohnen und Stadterneuerung initiierten Arbeitskreises findet am 15. Juli statt. In einigen Jahren wird diese Einrichtung den Namen “Meinungsträgerkreis” bekommen.

Lilienstraße wird zur “Bierstraße”
Ein Bier-Automatenbetrieb löst Empörung aus. Besonderes Ärgernis: Er bleibt auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten geöffnet. In der Halle darf kein Alkohol getrunken werden, also raus auf die Straße. Ein Teufelswerk! (Hans Teufel ist der Besitzer).

Erste Motorradwerkstatt für Jugendliche
Das Jugendfreizeitheim Bertha-von-Suttner-Straße verfügt jetzt über eine eigene Motorradwerkstatt. Diese Einrrichtung ist die erste dieser Art in Nürnberg.

1983

Zusammenschluss
Der Stadtteilverein St. Leonhard und der Bürgerverein St. Leonhard Schweinau schließen sich zusammen. Gemeinsam in die Zukunft!

Wechsel in der Vorstandschaft
Am 25. März übernimmt Horst Runge die Führung des Bürgervereins. Neben Ludwig Späte kommt ein weiterer Stellvertreter, Horst Hutzler, hinzu.

Amselstraße: Bürger atmen “etwas” auf
Ein langjähriges Ärgernis, die Autoverwertung Ziogas räumt das Gelände. Der Schrottplatzder Firma Hetzel bleibt.

Hitnere Marktstraße: Kleingarten-Jubiläum
Die Kleingärten an der Hinteren Marktstraße feiern ihr 75jähriges Bestehen. Doch die Zukunft der 120 Gärten ist ungewiß, da die Bahn das Gelände verkaufen möchte. Ein Jubiläumsjahr mit gemischten Gefühlen.

Jugendcafé gerettet
Das Aus für das Jugendcafé in der Kreutzerstraße wird abgewendet. Der Treffpunkt für Jugendliche bleibt bestehen.

1984

U-Bahn fährt nach Schweinau
Am 28. Januar findet die offizielle Einweihung der U-Bahnlinie 2 vom Plärrer bis nach Schweinau statt. Die Straßenbahnlinien 3 und 13 haben ausgedient. Ebenso die Linien 2 und 12. Sie werden durch Busse ersetzt.

Schweinauer Straße 38a: Stadtteil-Skandal des Jahres
Das Haus Schweinauer Straße 38a geht in die Hände des Berliner Immobilienhändlers N. R. (Name gekürzt) über. Schwere Folgen: Kündigung sämtlicher Mietparteien ohne Angabe von Gründen. Mieterhöhungen. Verschlossene Bodenkammern werden zerstört. R. lässt Heizöltanks aus dem Keller ausbauen. Richter veruteilt R. : Geldstrafe 7000 Mark.

Kleingärten bleiben erhalten
Die bislang größte Aktion des Bürgervereins zeigt Erfolg. Die Kleingartenanlage Sandreuth bleibt erhalten. Der Ausschuss für Stadtforschung und Stadtentwicklung fasst diesen Beschluss, wobei die Argumentation des Bürgervereins fast wörtlich übernommen wird.

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