Quelle-Pleite: Krise für eine ganze Region

Erneut wird es für diejenigen Menschen am härtesten werden, die leider nicht für die akademische Hochtechnologie-Cluster-Welt qualifiziert wurden, die mit den öffentlichen Geldern geschaffen wird. Was nun und wie weiter? – werden diese Leute fragen. – “Wir werden nicht für jeden etwas tun können”, so heißt es einmal mehr.

Eine Region, die sich in der Wirtschaft bereits richtig und konsequent zu hochqualifizierten Dienstleistungen und vielversprechende Zukunftssparten hin orientiert, sollte ihre BürgerInnen dahin mitnehmen. Sonst wird zukünftig in Nürnberg dauerhaft mit 10% Arbeitslosen und mehr zu rechnen sein. Wir im Besonderen, wir sind nicht nur ein Stadtteil, in dem ein besonders hoher Anteil an Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen lebt, wir sind leider auch einer, der Weitere für die Zukunft produziert.

Viele Kinder und Jugendliche aus sozialschwachen und bildungsfernen Familien, viele mit Migrationshintergrund, die schon vor Einschulung eine besondere Förderung bräuchten, dazu überfüllte Klassen und überforderte Schuleinrichtungen. – Wenn in der Region die einfachen Erwerbsmöglichkeiten für unsere BürgerInnen im großen Stile wegbrechen, wie sieht dann die Zukunft gerade für  u n s e r e n   Stadtteilnachwuchs aus?

Längst wieder verstummt sind die Versprechungen der neuen Grundschule. Es fehlen auch jegliche Signale, dass die akuten Schulprobleme überhaupt, geschweige denn zeitnah gelöst werden sollen. Die Idee einer weiterführenden Schule gar in unseren Stadtteilen, erscheint als blanke Illusion. Keine Verbesserung der Bildungschancen also, in unserem Stadtteil. – Fehlt es am Geld oder am politischen Willen? Es scheint, an beidem.

Fehlt es am Geld für die Bildung unserer Kinder, so darf für einen Ausbau des Frankenschnellweg aber erst recht keines da sein, – kein einziger Cent. Unsere Region braucht jetzt für wichtigere Dinge Geld, als für ein überbordendes Verkehrsprojekt ! – Viel wichtiger zum Beispiel: Unsere Wirtschaft braucht auf ihrem richtigen Weg in die Zukunft besonders gut qualifizierte Arbeitskräfte, die nicht erst   importiert werden müssen. Diese müssen wir hier bei uns ausbilden, auch und insbesondere aus den Reihen unserer Stadtteilbewohner. Hierfür brauchen wir jetzt umso mehr alle Kraft und Mittel !!!

Peter Streck
Vorsitzender des BV St. Leonhard / Schweinau e. V.

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