Irreführende Äußerungen: Auch stete Wiederholung macht den Frankenschnellweg nicht zum Mittleren Ring

Seine Bedenken bezüglich Planung und Beschluss des Ausbaus des Frankenschnellwegs hat der Bürgerverein (wie berichtet) bereits in früheren schriftlichen Stellungnahmen sowie verbalen Ausführungen im Ausschuss für Stadtplanung, wie auch auf der Bürgerversammlung deutlich gemacht.

Jedoch machen jüngste öffentliche Äußerungen von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, in denen er die Ausbau-Maßnahme wiederholt mit der Eintunnelung des Mittleren Rings in München vergleicht, erneute Klarstellungen erforderlich:

Hierzu müssen wir feststellen, dass die dortige Maßnahme als Beispiel für die Nürnberger Pläne völlig ungeeignet ist und der wiederholte Vergleich die Öffentlichkeit in die Irre führen soll. Auch durch ständige Wiederholung wird dieser Vergleich nicht richtiger, denn während man in München den Mittlere Ring an sich eingetunnelt hat, findet der Ausbau des FSW maßgeblich innerhalb des Mittleren Rings statt, schneidet diesen nahezu mittig und bricht südwestlich der Altstadt ein ganzes Stück aus dem geschlossenen Kreis heraus. Hierdurch wird die Funktionsweise dieses Rings durch den FSW massiv untergraben und innerstädtische Quartiere durch quer fließenden Verkehr unnötig in Mitleidenschaft gezogen, folglich abgewertet.

so der Bürgervereinsvorstand in der Stellungnahme vom 24. April, über die auch der Nürnberger Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 29. April berichtet.

Neben der Tatsache, dass die stadtweite Verkehrslast ausgerechnet in unseren Stadtteilen forciert und abgewickelt werden soll, ist es verkehrspolitisch auch grundsätzlich in höchstem Maße unzeitgemäß und verwerflich, dies auf einem Hochleistungsdrehkreuz weit innerhalb des Mittleren Rings, direkt am Rand der innersten Innenstadtquartiere, zu tun.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie als pdf-Datei unter der Rubrik “Zur Sache“.

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