Neue Grundschule für St. Leonhard beschlossen

Grünes Licht für Schul-Neubau

Der Schulausschuss des Stadtrates gab heute grünes Licht für den überfälligen Neubau einer Grundschule in St. Leonhard. Favorisierter Standort ist das ehemalige Schlachthofgelände / Leonhardspark, die entsprechenden Grundstücke sollen nun von der Eigentümerin, der “Projektentwicklungsgesellschaft Leonhard – Nord” auf jeden Fall für die Schul-Pläne freigehalten werden.

Schul-Bürgermeister Dr. Gsell fasste den gewünschten Zeitrahmen zusammen: Nach “einem guten Jahr Planung” sei “wenn’s gut geht Ende 2009″ mit dem Baubeginn zu rechnen.

Pilotprojekt regionaler Schulentwicklung

Der Auszug der Grundschule schafft zugleich im Schulgebäude an der Schweinauer Straße mehr Platz für die hier verbleibende Hauptschule. Diese soll künftig zur gebundenen Ganztagsschule ausgebaut werden. Der Leiter des Volksschulamtes Manfred Schreiner sagte, es habe sich gezeigt, dass man nur mit offenen Ganztagsschulen allein nicht weiterkomme. Schreiner: “Ein bisschen schwanger geht nicht. Ein bisschen Ganztag geht genauso wenig.”.

Um jedem individuell die freie Wahl zu lassen, setze man beim neuen Konzept auf ein “sprengel-flexibles und sprengel-übergreifendes” Verbund-Modell aus gebundenen Grund- und Haupt-Ganztagsschulen in St. Leonhard, entsprechend offenen Varianten an der Ossietzy-Schule und eine “klassische” Halbtags-Grundschule Georg-Paul-Amberger in Schweinau.

Schreiner würdigte die Pläne als “Pilotprojekt wie wir uns regionale Schulentwicklung vorstellen.”. Ähnlich sehe dies auch die Regierung, welche “händeringend um ein Nürnberger Pilotprojekt” gebeten habe.

100m Zaun – Die unendliche Geschichte von Nürnberg

Weit weniger lobende Worte fand er für die nunmehr schon Jahre andauernden Querelen rund um den Zaun für das Schulhaus an der Schweinauer Straße. Schreiner sarkastisch: “Die unendliche Geschichte von Nürnberg. Wieviele Jahre braucht Nürnberg für 100 Meter Zaun.”.

Doch auch hier soll nun endlich etwas passieren: Am 4. August, dem 1. Tag der Sommerferien, sollen die verflixten 100 Meter definitiv angebracht werden um so für die Ãœbergangszeit bis zur Fertigstellung des Neubaus zusätzliche Pausenflächen vor dem Schulgebäude zu schaffen. Erst dann wird sich zeigen, ob Bürgermeister Dr. Gsell mit seiner Feststellung recht behält: “Klassenziel erreicht.”