Cebal-Gelände: Sandwüste wird zur Asphaltwüste

In einem Schreiben des Bürgerverein adressiert an den Oberbürgermeister, die Ratsfraktionen und die zuständigen Referate wird festgestellt, dass die mittlerweile erkennbare Nutzung des ehemaligen Cebal-Geländes als gewerblicher Standort mit Schwerpunkt auf der Automobil-Branche die gigantische Sandwüste zu einer Asphaltwüste werden zu lassen droht.

Kritisiert wird, dass der Eigentümerin nach der Vernichtung zahlreicher Arbeitsplätze in einem exklusiven Erschließungsvertrag die alleinige Verfügungsgewalt über die weitere Verwertung ihres Geländes geschenkt wurde, ohne dass die Stadt Nürnberg im Gegenzug wenigstens ein Mindestmaß an nötigen Grün- und Freiflächen geltend machen wollte.

Auch den ersatzlosen Kahlschlag des gesunden Baumbestandes, darunter einer ca. hundertjährigen Ahornallee entlang der ehemaligen Infanteriestraße, ließ man ohne Intervention geschehen.

Folgenschwere Konsequenz:
Die grünfreien versiegelten Flächen absorbieren in höchstem Maße Sonnenwärme und bewirken im Sommer schon jetzt eine starke Aufheizung der Stadt, die sich unmittelbar nachteilig auf die Lebensqualität der Wohnbebauung der näheren Umgebung wie des gesamten Stadtteiles auswirkt.

Wir finden:
Die Stadtverwaltung muss gemeinsam mit der Firma Cebal ein schlüssiges Begrünungskonzept erarbeiten und den Bürgerverein St. Leonhard/Schweinau als Vertreter der Bevölkerung vor Ort frühzeitig über weitere Entwicklungen informieren und insgesamt besser einbinden.

Siehe auch: Berichterstattung im Nürnberger Stadtanzeiger (Link) vom 4. Juni 2008.

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